Gleichstellung zwischen Frauen und Männern
Gleiche Rechte
Im Schweizer Gesetz steht:
«Mann und Frau sind gleichberechtigt.»
Hier finden Sie das Gesetz:
Bundesverfassung, Artikel 8 Absatz 3
Das bedeutet:
Frauen und Männer haben dieselben Rechte.
In vielen Situationen trifft das zu.
Aber im Alltag zeigt sich:
Gleichstellung ist noch nicht überall erreicht.
Deshalb müssen wir uns dafür einsetzen.
Keine Gleichstellung bei der Arbeit
Bei der Arbeit gibt es noch keine richtige Gleichstellung.
Die folgenden Beispiele zeigen:
Es gibt noch einiges zu verbessern.
- Frauen verdienen weniger als Männer.
Und zwar für dieselbe Arbeit.
Im Durchschnitt verdienen Frauen rund 16 % weniger.
Wenn ein Mann 5 000 Franken verdient,
verdient eine Frau nur 4 200 Franken. - Typisch weibliche Berufe sind schlechter bezahlt.
Zum Beispiel im Verkauf oder in der Gastronomie. - Typisch männliche Berufe sind besser bezahlt.
Zum Beispiel Manager oder Geschäftsleiter. - Frauen leisten viel unbezahlte Arbeit.
Sie betreuen die Kinder, Eltern und Schwieger-Eltern.
Sie arbeiten deshalb meist Teilzeit.
Und sie verdienen deshalb weniger Geld. - Frauen bekommen im Alter weniger Rente.
Viele Frauen arbeiten Teilzeit und verdienen weniger.
Deshalb bekommen Frauen dann später weniger Rente.
Es ist im Schnitt fast ein Drittel weniger. - Frauen erleben sexuelle Belästigung.
Viele Frauen erleben bei der Arbeit sexuelle Belästigung.
In 9 von 10 Fällen sind die Opfer Frauen.
Erleben Sie sexuelle Belästigung bei der Arbeit?
Hier finden Sie Hilfe:
Sexuelle Belästigung bei der Arbeit
Viele Frauen erleben Gewalt
Im Alltag gibt es noch keine richtige Gleichstellung.
Viele Frauen erleben Gewalt.
Zum Beispiel:
- Die Opfer von sexueller Gewalt sind zu 90 Prozent Frauen.
- Die Opfer von häuslicher Gewalt sind zu 70 Prozent Frauen.
Der Bund kämpft für Gleichstellung
Der Bund setzt sich für Gleichstellung ein.
Er hat deshalb ein eigenes Büro gegründet:
Das Eidgenössische Büro
für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG).
Hier finden Sie mehr Informationen über das EBG.
Beratung bei Gewalt
Erleben Sie Gewalt?
Rufen Sie die Nummer 142 an.
Jemand hört Ihnen zu und berät Sie.
Der Anruf ist gratis.
Sie müssen Ihren Namen nicht sagen.
Sie können jederzeit anrufen.
142 anrufen
Übersetzung vom Kompetenzzentrum Leichte Sprache (KLS)
