Fast ein Fünftel aller in der Schweiz geleisteten Arbeit − d.h. rund 2.8 Mia. Arbeitsstunden − wird für Care-Arbeit aufgewendet. 80% davon ist unbezahlte Betreuungsarbeit für Kinder und pflegebedürftige Erwachsene in Familien. Ein überwiegender Teil davon (über 90%) entfällt auf die Kinderbetreuung. Berechnet man den Wert der unbezahlten Care-Arbeit, so ergeben sich dafür Kosten von jährlich über 80 Milliarden Franken.
Insgesamt leisten Frauen und Männer im erwerbsfähigen Alter etwa gleich viel Arbeit pro Woche, nämlich 53 Stunden. Die Anteile der bezahlten respektive unbezahlten Arbeit unterscheiden sich jedoch deutlich. Während Männer unabhängig von der Familiensituation fast vollzeitlich erwerbstätig sind, ist bei Frauen der Anteil der Erwerbsarbeit generell niedriger und variiert je nach Familiensituation stark.
Ausführlichere Informationen zum Thema Care-Arbeit finden sich auf unserer Website und in der Broschüre „Anerkennung und Aufwertung der Care Arbeit".
Care-Arbeit wird grösstenteils im privaten Bereich geleistet − meist unbezahlt, sozial schlecht abgesichert und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Wer heute unbezahlte Care-Arbeit leistet, nimmt daher eine Reihe von teilweise beträchtlichen Nachteilen in Kauf. Und weil nach wie vor Frauen einen Grossteil dieser Arbeit leisten, sind sie es, die am häufigsten mit den nachteiligen Konsequenzen konfrontiert sind.
Die Broschüre Fairplay-at-home will dazu anregen, die Aufgabenteilung zu Hause gemeinsam zu diskutieren, sie zu optimieren und diese Vorsätze in die Tat umzusetzen. Praktische Tipps dienen dabei als Hilfe.