Neues aus dem EBG

© EBG
Häusliche Gewalt und Alkohol treten oft gemeinsam auf
Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass bei nahezu einer von zwei gewaltbetroffenen Frauen ein problematischer Alkoholkonsum in der Beziehung vorliegt. Diesem Umstand haben die Fachstellen in den beiden Bereichen Opfer- und Suchtberatung bisher nur wenig Rechnung getragen. Die Erfahrungen mit einer Zusammenarbeit in den Kantonen St. Gallen und Basel-Landschaft sind vielversprechend...

© EDA
Die Schweiz ist zufrieden mit dem Ausgang der UNO-Tagung zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen in New York
Im Fokus der diesjährigen Sitzung standen die Verhinderung und Prävention aller Formen von Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen. Die Schweizer Delegation begrüsst die Verabschiedung der Schlussfolgerungen, welche die Stellung und die Rechte von Frauen und Mädchen stärken und einen Rahmen für die politischen Massnahmen und das Engagement der internationalen Gemeinschaft zur Bekämpfung von Gewalt bilden.
Die Lohnunterschiede und -diskriminierungen zwischen Frauen und Männern sind von 2008 bis 2010 leicht zurückgegangen
Im Jahr 2010 waren rund 2 von 3 Arbeitsstellen, bei denen der Bruttolohn weniger als 3500 Franken pro Monat beträgt, durch Frauen besetzt. In der Gesamtwirtschaft haben die Lohnungleichheiten zwischen den Geschlechtern von 2008 bis 2010 weiter schrittweise abgenommen. Im privaten Sektor sind auch die diskriminierenden Lohnunterschiede zuungunsten der Frauen zurückgegangen, von durchschnittlich 745 Franken monatlich im Jahr 2008 auf 677 Franken pro Monat im Jahr 2010.
Make it work. Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben
Auch Männer stehen in ihrem privaten und beruflichen Leben Herausforderungen gegenüber, die einen direkten Bezug zur Gleichstellung haben. Die vom EBG lancierte Initiative «Make it work. Männerprojekte für mehr Gleichstellung im Erwerbsleben» will männerspezifische Aspekte der Gleichstellung im Erwerbsleben aufzeigen und vermitteln, wie Projekte mit Zielgruppe Männer mit Unterstützung der Finanzhilfe realisiert werden können.
Kontrollen der Lohngleichheit im Beschaffungswesen:
Evaluation bestätigt bisheriges Vorgehen als zuverlässig
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG und die Beschaffungskommission des Bundes BKB haben im Auftrag des Bundesrates die im Rahmen der Kontrollen im Beschaffungswesen verwendete Methode zur Überprüfung der Lohngleichheit evaluiert. Der Bericht kommt zum Schluss, dass mit den bestehenden Instrumenten eine systematische Lohndiskriminierung in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden zuverlässig festgestellt werden kann. Eine an die Evaluation anschliessende Expertise soll klären, in welchem Ausmass die Toleranzschwelle von bislang 5 Prozent gesenkt werden kann, wie es in Motion 10.3420 von Nationalrätin Marina Carobbio Guscetti verlangt wird.
Absicherung unbezahlter Care-Arbeit von Frauen und Männern
Wie kann unbezahlte Betreuungsarbeit für Kinder und Jugendliche oder pflegebedürftige Angehörige künftig besser sozial abgesichert werden? Ein im Auftrag des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG erarbeitetes Grundlagenpapier analysiert die Lücken im Sozialversicherungssystem und stellt mögliche Lösungsansätze zur Diskussion.
Gewalt in Paarbeziehungen: Bundesrat verabschiedet Zwischenbericht
Der Bundesrat hat den Zwischenbericht des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG verabschiedet. Darin wird über den Stand der 20 Massnahmen berichtet, die im bundesrätlichen „Bericht über Gewalt in Paarbeziehungen. Ursachen und in der Schweiz getroffene Massnahmen" vom Mai 2009 aufgelistet sind.
Den Lohngleichheitsdialog stärken. Sozialpartner und Bund ziehen Zwischenbilanz.
Die Zwischenbilanz des vor zwei Jahren gestarteten Lohngleichheitsdialogs fällt weniger gut aus als erhofft. Allerdings lässt sich durchaus ein positiver Trend zu mehr Interesse seitens der Unternehmen feststellen. Die Sozialpartner und der Bund wollen dem Projekt nun mehr Präsenz verleihen und so den Lohngleichheitsdialog stärken, wie sie am 14. November 2011 an einer Medienkonferenz in Bern erklärt haben.
Mehr Informationen dazu in der Medienmitteilung:
Gewalt in Paarbeziehungen - Bericht zum Forschungsbedarf
Im Auftrag des Bundesrates hat das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG mit Unterstützung von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen einen Bericht erarbeitet, der den Forschungsbedarf zum Thema Gewalt in Paarbeziehungen systematisch zusammenträgt. Skizziert wird, wo in den nächsten Jahren aufgrund der Erkenntnislage wissenschaftliche Arbeiten von vorrangigem Interesse sind und welchen Beitrag der Bund in dieser Hinsicht leistet.
Lohngleichheitsdialog bleibt in Fahrt
Die Trägerschaft des Lohngleichheitsdialogs hat an ihrer Juni-Sitzung die Ergebnisse der Zwischenevaluation des Projekts Lohngleichheitsdialog zur Kenntnis genommen. Ziel des im Frühling 2009 gestarteten Lohngleichheitsdialogs ist, dass möglichst viele Unternehmen zusammen mit einer Arbeitnehmervertretung überprüfen, ob die Löhne dem Grundsatz der Lohngleichheit von Mann und Frau entsprechen. Allenfalls festgestellte Lohndiskriminierungen sollen innerhalb von vier Jahren beseitigt werden.
Weitere Informationen dazu im Medientext:
Neuer Kommentar auf Französisch zum Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann erschienen
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und die Universität Genf geben einen neuen Kommentar zum Gleichstellungsgesetz auf Französisch heraus. Das Werk fasst die Rechtsprechung und Lehre der letzten 15 Jahre seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zusammen. Es richtet sich an alle Fachleute und interessierten Personen.
Stabsübergabe in der Direktion
Am 1. März 2011 hat Sylvie Durrer das Amt als Direktorin
des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) übernommen, das Patricia Schulz Ende 2010 abgegeben hatte. Die Sprachwissenschaftlerin lehrte und forschte an den Universitäten Zürich und Lausanne sowie als Ko-Direktorin am Graduiertenkolleg für Gender Studies in Genf/Lausanne und leitete bis zu ihrem Amtantritt das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Waadt.
Anerkennung und Aufwertung der Care-Arbeit
Die vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann herausgegebene Broschüre informiert über die aktuelle Verteilung bezahlter und unbezahlter Betreuungs-, Pflege- und Hausarbeit, formuliert Zukunftsziele und enthält Empfehlungen und Praxisbeispiele.
Spezialauswertung Lohnstrukturerhebung 2008 nach Geschlecht
Die vom Bundesamt für Statistik BFS und vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG gemeinsam durchgeführte Spezialauswertung der Lohnstrukturerhebung 2008 nach Geschlecht liegt vor.
Der Bericht kann unter folgendem Link angeschaut werden:
Wechsel vom EBG zum CEDAW-Komitee
Patricia Schulz ist anlässlich der 16. Session der Vertragsstaaten der UNO-Frauenrechtskonvention (CEDAW) in deren Ausschuss gewählt worden. Mit der Wahl erhält die Schweiz erstmals einen Sitz in diesem Gremium. Patricia Schulz verlässt daher auf Ende 2010 nach 16 Jahren als Direktorin das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG). Sie wird am 1. Januar 2011 ihr neues Amt antreten.

© Council of Europe
7. Minister/innenkonferenz des Europarats zur Gleichstellung von Frau und Mann
Die 7. Minister/innenkonferenz des Europarats zur Gleichstellung von Frau und Mann fand am 24./25. Mai in Baku, Aserbaidschan statt. Sie stand im Zeichen des Themas: „Geschlechtergleichstellung: die Kluft zwischen der Gleichstellung de jure und de facto überbrücken". Die Resolution und der Aktionsplan, welche am Ende der Konferenz verabschiedet wurden, setzen den Schwerpunkt auf (1) die positiven Massnahmen und den integrierten Ansatz der Gleichstellung von Frau und Mann, sowie auf (2) den Kampf gegen Geschlechterstereotype in Medien und Erziehung.
CEDAW kurz und bündig
Die Broschüre "Von der Idee zur Tat - das heisst CEDAW" erklärt in einfachen Worten, was CEDAW ist und wie das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau funktioniert. Sie richtet sich an ein breites Publikum. Anschauliche Beispiele illustrieren die Anwendung dieses völkerrechtlichen Vertrags in den Schweiz.
Die Publikation wurde vom EBG in Zusammenarbeit mit der Direktion für Völkerrecht und der Politischen Abteilung IV Menschliche Sicherheit herausgegeben.
Auf dem Weg zur Lohngleichheit: Tatsachen und Trends
Die vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) gemeinsam herausgegebene Broschüre informiert in kompakter Form über die aktuelle Situation, zeigt Fortschritte und noch vorhandene Lohndiskriminierungen auf.
Gewalt in Paarbeziehungen
Die vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann herausgegebene Studie informiert über Ursachen und Risikofaktoren von Gewalt in Paarbeziehungen und zeigt, was Bund und Kantone bisher in der Bekämpfung dieser Form von Gewalt geleistet haben.
Persönlichkeiten aus der Schweizer Gleichstellungsgeschichte
Hier stellen wir einige der wichtigsten Pioniere und Pionierinnen aus der Geschichte der Schweizer Gleichstellung vor.